Stärkung der bilateralen Beziehungen in Zeiten regionaler Spannungen
Als Zeichen der beständigen strategischen und gesellschaftlichen Verbundenheit zwischen Berlin und Jerusalem verleiht die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum am 5. November in Berlin den renommierten Shimon-Peres-Preis. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens unterstreicht die Auszeichnung die zentrale Bedeutung institutioneller Kooperation, sozialer Innovation und eines kontinuierlichen strategischen Dialogs in Zeiten geopolitischer Spannungen. Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Preis erinnert an das staatsmännische Wirken und die visionäre Diplomatie des verstorbenen israelischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Shimon Peres.
Tech-Engagement und Plattformen für den Dialog
Zu den diesjährigen Preisträgern gehört die in Haifa ansässige Initiative Tech2Peace, die gemeinsam mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg für den Aufbau unverzichtbarer Kommunikationskanäle unter Krisenbedingungen geehrt wird. Durch die Verknüpfung von technologischem Unternehmertum und kooperativen Ansätzen zur Konfliktlösung bringt das Programm israelische, palästinensische und deutsche Jugendliche zusammen. Dieser multilaterale Rahmen bietet praxisnahe Mechanismen, um Radikalisierung entgegenzuwirken, die überregionalen Auswirkungen nahöstlicher Entwicklungen zu analysieren und ein pragmatisches Miteinander über ideologische Gräben hinweg zu fördern.
Sozioökonomische Innovation und gesellschaftliche Resilienz
Die zweite Auszeichnung hebt Israels Vorreiterrolle im Bereich des Sozialunternehmertums und der Modernisierung der Arbeitswelt hervor. Die Shekulo Tov Group aus Lod wird in Kooperation mit dem Berliner Institut für Lebenskompetenz für ihr systemisches Modell gewürdigt, das Gesundheitssysteme und den primären Arbeitsmarkt verknüpft, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen. Durch den Transfer bewährter israelischer Methoden der beruflichen Rehabilitation an europäische Partner verdeutlicht die bilaterale Kooperation, wie strukturelle Resilienz und Inklusion das Fundament demokratischer Volkswirtschaften stärken.
