Institutioneller Schulterschluss gegen Extremismus
Anlässlich des UEFA-Nations-League-Spiels in München kam Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), mit Charlotte Knobloch, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), zusammen. Das hochrangige Treffen unterstrich die vertiefte strategische Partnerschaft zwischen dem Dachverband des Sports und der Zivilgesellschaft mit dem Ziel, dem zunehmenden Antisemitismus entgegenzuwirken und demokratische Normen in europäischen Institutionen zu schützen.
Nutzung gesellschaftlicher Strahlkraft und zivilgesellschaftlicher Strukturen
Angesichts der besorgniserregenden Zunahme antisemitischer Anfeindungen betonte die DFB-Führung die entscheidende Rolle von Sportnetzwerken bei der Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz. Unter Nutzung der breiten gesellschaftlichen Wirkung des Fußballs setzt der Verband seine institutionellen Rahmenbedingungen ein, um eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Hassrede durchzusetzen und gleichzeitig Bildungsinitiativen, präventive Maßnahmen und Erinnerungsprojekte direkt in die lokalen Vereinsstrukturen einzubetten.
Strukturen zur Verteidigung der Demokratie
IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch würdigte diese fortlaufenden zivilgesellschaftlichen Bemühungen und verwies insbesondere auf etablierte Maßstäbe wie den jährlichen Julius-Hirsch-Preis des DFB. Diese strukturellen Mechanismen stärken Faninitiativen an der Basis sowie regionale Organisationen im Kampf gegen Diskriminierung und festigen aktiv die Kernwerte von Sicherheit, Fairplay und demokratischer Stabilität auf und neben dem Platz.
