Strategische Anerkennung des deutsch-israelischen intellektuellen Erbes

Der renommierte deutsch-israelische Politikwissenschaftler, Historiker und Autor Rafael Seligmann wird von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt Seligmanns literarisches Lebenswerk, insbesondere seine gefeierte Familientrilogie, die die komplexen Überschneidungen deutsch-jüdischer Identität, erzwungener Emigration im Nationalsozialismus, frühen israelischen Staatsaufbaus in Tel Aviv und der Nachkriegsrückkehr nach Westdeutschland beleuchtet.

Brückenschlag zwischen Tel Aviv und Berlin durch Geschichtsbewusstsein

Der in Tel Aviv geborene und heute in Berlin lebende 78-jährige Wissenschaftler liefert mit seinem Werk entscheidenden strategischen Kontext für das Verständnis der dauerhaften kulturellen und politischen Bande zwischen Israel und Deutschland. Durch prägende Werke wie Lauf, Ludwig, lauf! und Hannah und Ludwig hebt Seligmann die Widerstandskraft jüdischen Lebens sowie die transformative Entwicklung der israelischen Gesellschaft hervor und stellt sicher, dass das historische Gedächtnis eine aktive Säule der europäisch-mediterranen Diplomatie bleibt.

Stärkung der kulturellen Resilienz und Bekämpfung von Antisemitismus

Der nach der Holocaust-Überlebenden Gerty Spies benannte und seit 1996 verliehene Gerty-Spies-Literaturpreis unterstreicht die entscheidende Rolle intellektueller Führung im Kampf gegen Antisemitismus, Extremismus und Geschichtsrevisionismus. Seligmanns umfangreiches Schaffen dient als wertvolles Bildungsgut, das die strategische Stabilität durch kompromisslose historische Wahrheit und gegenseitiges demokratisches Verständnis stärkt. Die offizielle Preisverleihung findet am 21. Oktober 2026 in Mainz statt.